Die quartären Lockergesteine des Ruhrtals, geprägt von Auelehmen und Terrassensanden, stellen jede Tunnelbaumassnahme in Mülheim vor eine geotechnische Herausforderung. Der Grundwasserspiegel liegt hier oft nur wenige Meter unter der Geländeoberkante. Für die geplante Unterquerung des Mülheimer Hafens oder Erweiterungen der Stadtbahnlinie U18 ist eine fundierte Analyse des Baugrunds unverzichtbar. Das Ingenieurteam führt die geotechnische Analyse für Tunnel in weichem Boden nach DIN 4020 durch und ermittelt die geringe Scherfestigkeit kohäsionsarmer Böden, die bei Wasserzutritt schnell an Tragfähigkeit verlieren. Kombiniert mit einer Korngrössenanalyse nach DIN EN ISO 17892-4 lässt sich das Drainageverhalten präzise vorhersagen und die Ortsbruststabilität realistisch einschätzen.
Die Beherrschung der Ortsbruststabilität in den wasserführenden Sanden des Ruhrtals gelingt nur mit einer belastbaren Kenntnis der effektiven Kohäsion.



