Ein siebenstöckiger Wohnkomplex in der Mühlenstraße, direkt auf den sandig-kiesigen Terrassen der Ruhr geplant, zeigte im Vorfeld Setzungsdifferenzen von über 3 cm in den ersten 12 Metern. Wir kennen diese Formationen in Mülheim – der Fluss hat hier über Jahrtausende Lockergesteine abgelagert, deren Tragfähigkeit stark variiert. Eine reine statische Verdichtung reichte nicht aus. Unser Team hat die Tiefenrüttlung mit einer 130-kW-Anlage bemessen, die Frequenz gezielt auf 28 Hz gesetzt und die Nachverdichtung über das gesamte Raster kontrolliert. Wer in Mülheim auf der rechten Ruhrseite baut, braucht eine Korngrößenanalyse aus dem Quartärprofil, bevor die erste Rüttellanze in den Boden fährt.
Die erreichte Lagerungsdichte D liegt bei korrekter Bemessung in Mülheims Terrassenkiesen zwischen 0,75 und 0,85 – das entspricht einer Setzungsreduktion um 60 % gegenüber unverdichtetem Zustand.



