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MULHEIM
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Felddichtebestimmung nach Sandkegelverfahren in Mülheim an der Ruhr

Strenge Prüfung. Klare Berichte.

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Beim Ausheben der Baugrube für den neuen Wohnkomplex an der Duisburger Straße war die Überraschung groß: Unter zwei Metern Auffüllung lag ein extrem locker gelagerter Mittelsand. Der Bodengutachter stoppte die Arbeit sofort – ohne Verdichtungsnachweis keine Bodenplatte. Wir haben die Situation mit der Felddichtebestimmung nach Sandkegelverfahren Punkt für Punkt aufgelöst. In Mülheim haben wir es oft mit heterogenen Verfüllungen zu tun, die in den letzten 150 Jahren durch Industrieansiedlungen entstanden sind. Das Sandkegelverfahren nach DIN 18125-2 ist hier das Mittel der Wahl, weil es direkt auf der Planumsfläche den Ist-Zustand misst. Keine Laborwerte, keine Hochrechnung – sondern der reale Verdichtungsgrad unter Ihrem zukünftigen Fundament.

Ein Verdichtungsgrad von 100 Prozent auf dem Papier nützt nichts, wenn die Prüfung bei Regen am falschen Punkt stattfand – wir dokumentieren Wetter und Lage immer mit.

Unsere Leistungsbereiche

Methodik und Umfang

Zwischen den Lösslehmböden in Saarn und den sandigen Kiesen entlang der Ruhrwiesen liegen Welten. In Saarn erreichen wir mit normaler Walzenverdichtung schnell Proctordichten um 98 Prozent, während die Flussablagerungen im Ruhrtal oft bei 92 Prozent festhängen – selbst nach mehreren Walzübergängen. Genau hier zeigt sich der Wert einer genauen Korngrößenanalyse, die wir parallel zur Felddichtebestimmung durchführen. Ist der Feinanteil zu hoch, hilft alle Energie der Welt nicht weiter, dann muss das Material ausgetauscht oder mit Bindemittel verbessert werden. Unser Prüfteam misst mit dem geeichten Sandkegelgerät und dokumentiert jeden Messpunkt nach den Vorgaben der ZTV E-StB. Sie erhalten ein Protokoll, das jeder Bauleiter auf Anhieb versteht: Dpr in Prozent, bezogen auf die einfache Proctordichte, inklusive Wetterbedingungen und genauer Lage im Baubereich.
Felddichtebestimmung nach Sandkegelverfahren in Mülheim an der Ruhr
Technische Referenz — Mulheim

Lokaler geotechnischer Kontext

Mülheim liegt auf einem geologischen Flickenteppich: Im Norden kohleführendes Karbon, südlich der Ruhr devonische Schiefer, und dazwischen alles, was der Fluss in den letzten Jahrtausenden abgelagert hat. Die größte Gefahr für den Verdichtungserfolg sind nicht die Steine, sondern unentdeckte weiche Linsen aus Auelehm in zwei bis vier Metern Tiefe. Wird eine solche Linse beim Sandkegelversuch nicht beprobt, gaukelt der Mittelwert eine Tragfähigkeit vor, die punktuell nicht existiert. Setzungen sind dann vorprogrammiert, besonders unter dynamischer Last. Bei Verdacht auf organische Einschlüsse – im Ruhrtal keine Seltenheit – kombinieren wir die Felddichtebestimmung mit einer CPT-Sondierung, um den Schichtaufbau lückenlos zu erfassen, bevor die Verdichtungskontrolle startet. So vermeiden Sie teure Nacharbeiten am fertigen Planum.

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Referenznormen

DIN 18125-2: Baugrund, Versuche und Versuchsgeräte – Dichtebestimmung mit Sandkegelverfahren, ZTV E-StB: Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau, DIN EN 13286-2: Ungebundene und hydraulisch gebundene Gemische – Laborverfahren zur Bestimmung der Trockendichte

Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
Normverfahren nach DIN18125-2 (Sandkegel)
Proctordichte-BezugEinfache Proctordichte (ρPr)
MessbereichPlanum, Tragschichten, Verfüllungen
PrüfpunktabstandNach ZTV E-StB, typ. alle 25 m
Erforderliche Mindestdichte≥ 98 % DPr (Regelfall Straßenbau)
Wassergehalt parallelCM-Messung oder Ofentrocknung
DokumentationMessprotokoll mit Lageplan

Häufige Fragen

Wie viele Messpunkte brauche ich für eine 500 m² große Bodenplatte in Mülheim?

Bei einer 500 m² großen Fläche sind nach ZTV E-StB mindestens drei Prüfpunkte nötig. Wir empfehlen in Mülheim oft einen vierten Punkt in der Mitte, weil die Untergrundverhältnisse durch die Ruhrterrassen kleinräumig wechseln können. So bekommen Sie ein repräsentatives Bild der Verdichtung.

Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegel?

Pro Messpunkt liegen die Kosten zwischen 100 und 130 Euro, abhängig von der Anzahl der Prüfungen und der Anfahrt. Bei mehr als zehn Punkten am gleichen Tag wird es günstiger pro Stück. Rufen Sie uns an, dann machen wir Ihnen ein Festpreisangebot für Ihre Baustelle.

Kann der Sandkegelversuch auch bei Regen durchgeführt werden?

Das hängt von der Intensität ab. Leichter Nieselregen stört nicht, aber bei starkem Regen saugt sich der Prüfsand voll und das Ergebnis wird unbrauchbar. Wir prüfen immer mit einem Feuchtemessgerät den Wassergehalt und brechen notfalls ab – lieber ein verschobener Termin als ein geschönter Protokollwert.

Welche Körnung darf der Boden maximal haben?

Das Sandkegelverfahren funktioniert zuverlässig bei Böden mit einem Größtkorn bis 31,5 mm. Alles, was größer ist, verfälscht das Prüflochvolumen. Bei grobkiesigen Auffüllungen weichen wir auf das Ersatzverfahren nach DIN 18125-3 aus oder sieben das Grobkorn vor Ort aus.

Wie lange dauert eine einzelne Prüfung?

Vom Aufbau des Stativs bis zum fertigen Protokoll rechnen Sie pro Punkt mit etwa 25 bis 30 Minuten. Wenn wir mehrere Punkte hintereinander prüfen, geht es schneller, weil die Einmessung und das Einrichten entfallen. Das komplette Protokoll für den Bauleiter bekommen Sie noch am selben Tag per Mail.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Mulheim und Umgebung.

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