Viele Bauherren in Mülheim verlassen sich bei der Erkundung von Felshorizonten auf Bohrungen allein. Das ist ein Fehler. Bohrpunkte zeigen nur einen winzigen Ausschnitt des Untergrunds. Zwischen zwei Bohrpunkten kann ein verkarsteter Hohlraum liegen oder eine tiefe Verwitterungstasche, die die Pfahlbemessung komplett über den Haufen wirft. Die seismische Tomographie schließt diese Lücke. Sie erzeugt ein durchgehendes zweidimensionales Abbild der Untergrundschichten. In Mülheims Hanglagen, etwa an den Rändern des Ruhrtals, kombinieren wir die seismische Tomographie routinemäßig mit direkten Sondierungen, um die geophysikalischen Geschwindigkeitsmodelle punktuell zu kalibrieren. So entsteht ein belastbares Untergrundmodell ohne Überraschungen in der Bauphase.
Ein 2D-Tomogramm zeigt, was Bohrungen nicht zeigen können: die durchgehende Geometrie der Felsoberfläche und verborgene Schwächezonen.



