Die Injektionslanze wird mit kontrolliertem Druck in den Untergrund geführt, das Manometer zeigt den momentanen Widerstand. In Mülheim an der Ruhr, wo quartäre Kies-Sand-Wechselfolgen und verwitterte Karbon-Tonsteine den Baugrund bilden, erfordert die Injektionsbemessung eine präzise Abstimmung von Injektionsmedium, Druckstufe und Porenraum. Die Permeabilität kann schon auf wenigen Metern stark variieren, was Standardrezepte unwirksam macht. Unser Ansatz stützt sich auf Vorerkundungen und Laborauswertungen nach DIN EN ISO 17892, um die injizierte Zone geometrisch und hydraulisch zu definieren. Ergänzend setzen wir bei locker gelagerten Sanden die Rüttelverdichtung ein, wenn eine Tiefenverbesserung ohne Verpressung wirtschaftlicher ist.
Eine Injektionsbemessung ohne rheologische Prüfung des Injektionsguts ist wie ein Betonrezept ohne Sieblinie: Das Ergebnis bleibt dem Zufall überlassen.



