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Atterberg-Grenzen in Mülheim an der Ruhr: Präzise Klassifikation bindiger Böden

Strenge Prüfung. Klare Berichte.

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Auf 40 Metern über dem Meeresspiegel, wo das Ruhrtal auf die Niederterrassen trifft, ist der Baugrund in Mülheim so vielfältig wie die 43 Stadtteile. Hochwasserbeeinflusste Lehme, tertiäre Tone und aufgefüllte Industrieböden prägen den Untergrund. Wer hier gründet, braucht belastbare Kennwerte zum Verformungsverhalten. Mit den Atterberg-Grenzen liefern wir genau diese Basis. An unserem geotechnischen Labor in der Region bestimmen wir Fließ- und Ausrollgrenze nach DIN EN ISO 17892-12 und klassifizieren den Boden nach DIN 18196. Die ermittelten Plastizitätsbereiche sind kein Formalismus, sondern die Grundlage für jede wirtschaftliche Gründung und standsichere Böschung im Mülheimer Raum.

Die Plastizitätszahl verrät uns mehr über das Quell- und Schrumpfverhalten eines Mülheimer Tons als jede Feldansprache.

Unsere Leistungsbereiche

Methodik und Umfang

Die Bestimmung der Atterberg-Grenzen erfolgt bei uns nach einem streng standardisierten Verfahren. Aus einer getrockneten und aufbereiteten Bodenprobe bereiten unsere Labortechniker eine Paste auf, die im Casagrande-Gerät nach DIN die Fließgrenze bei 25 Schlägen liefert. Parallel wird die Ausrollgrenze auf einer Glasplatte von Hand ermittelt – ein Vorgang, der viel Erfahrung erfordert, denn die 3-mm-Rolle muss gleichmäßig zerbröseln. Für Projekte im Mülheimer Hafengebiet oder entlang der A40 kombinieren wir diese Ergebnisse häufig mit der Korngrößenanalyse, um die Feinkornanteile exakt zu quantifizieren. Die Plastizitätszahl als Differenz beider Grenzen erlaubt uns dann die eindeutige Zuordnung in eine Bodengruppe – das A und O für jede Ausschreibung von Erdarbeiten.
Atterberg-Grenzen in Mülheim an der Ruhr: Präzise Klassifikation bindiger Böden
Technische Referenz — Mulheim

Lokaler geotechnischer Kontext

Die Witterungsempfindlichkeit der Mülheimer Auenböden ist enorm. Nach Starkregen, wie er an der Ruhr nicht selten ist, können bindige Böden innerhalb von Stunden ihre Konsistenz ändern. Ein Boden, der bei der Erkundung steif wirkt, kann nach Wasserzutritt weich werden und seine Tragfähigkeit drastisch verlieren. Die Atterberg-Grenzen zeigen diesen kritischen Übergang vom plastischen in den flüssigen Zustand präzise an. Ohne diese Werte bleibt die Bemessung von Baugruben, Gründungen und Dämmen eine Wette auf die Wetterbeständigkeit des Untergrunds. Gerade in den Hanglagen von Saarn oder Speldorf mit ihren wechselhaften Lösslehmschichten entscheidet die Kenntnis der Konsistenzgrenzen über die Sicherheit der gesamten Baumaßnahme.

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Referenznormen

DIN EN ISO 17892-12:2018 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Teil 12: Bestimmung der Fließ- und Ausrollgrenzen, DIN 18196:2011 – Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke, DIN 18121 – Untersuchung von Bodenproben – Wassergehalt – Bestimmung durch Ofentrocknung

Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
NormgrundlageDIN EN ISO 17892-12:2018
Fließgrenze wLWassergehalt am Übergang flüssig/plastisch
Ausrollgrenze wPWassergehalt am Übergang plastisch/halbfest
Plastizitätszahl IPDifferenz wL minus wP
Konsistenzzahl ICVerhältnis (wL – w) / IP
Probemengeca. 200 g Feinkorn < 0,4 mm
Bodengruppe nach DIN 18196Klassifikation bindiger Böden
Dauer Routineversuch1–2 Werktage nach Probenaufbereitung

Häufige Fragen

Warum sind die Atterberg-Grenzen für mein Bauvorhaben in Mülheim wichtig?

In Mülheim an der Ruhr stehen häufig bindige, wasserempfindliche Böden an – Auenlehme, tertiäre Tone oder Lösslehme. Die Atterberg-Grenzen zeigen, bei welchem Wassergehalt diese Böden vom festen in den plastischen oder flüssigen Zustand übergehen. Das ist entscheidend für die Tragfähigkeit Ihrer Gründung, die Standsicherheit von Baugruben und die Wiederverwendbarkeit des Aushubs. Ohne diese Werte können Sie die Konsistenz und damit das Verformungsverhalten nicht zuverlässig beurteilen.

Wie lange dauert die Bestimmung der Atterberg-Grenzen im Labor?

Die reine Versuchsdauer für Fließ- und Ausrollgrenze beträgt etwa einen halben Tag, sobald die Probe getrocknet und aufbereitet ist. Da wir die Proben jedoch nach Norm zunächst bei 105 °C ofentrocknen und anschließend auf die erforderliche Korngröße unter 0,4 mm absieben müssen, rechnen Sie bitte mit einer Gesamtdauer von ein bis zwei Werktagen. Bei dringenden Projekten in Mülheim sprechen Sie uns an – wir finden eine Lösung.

Was kostet die Bestimmung der Atterberg-Grenzen?

Für die kombinierte Bestimmung von Fließgrenze und Ausrollgrenze nach DIN EN ISO 17892-12 liegt der Preis je nach Probenaufbereitung und Anzahl der Einzelversuche zwischen 60 € und 100 € pro Probe. In einem geotechnischen Untersuchungspaket mit mehreren Versuchen wird der Einzelpreis günstiger. Ein verbindliches Angebot für Ihr Projekt in Mülheim erstellen wir gerne nach Rücksprache.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Mulheim und Umgebung.

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