GEOTECHNIK
MULHEIM

Geotechnik in Mulheim

Strenge Prüfung. Klare Berichte.

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Die DIN 4020 verlangt für jedes Bauvorhaben eine ausreichende Baugrunderkundung, und in Mülheim an der Ruhr bekommt diese Forderung ein ganz eigenes Gewicht. Die Stadt erstreckt sich über mehrere geologische Einheiten – von den quartären Niederterrassen der Ruhr über die Löss- und Lösslehmdecken der Mittelterrassen bis zu den verwitterten Karbon- und Kreideschichten im höher gelegenen Stadtgebiet. Wer in Saarn auf eine tragfähige Schicht gründen will, hat andere Bedingungen als jemand, der in Dümpten mit aufgefüllten Altbergbauflächen umgehen muss. Eine Korngrößenanalyse deckt auf, ob der anstehende Boden zur inneren Erosion neigt, und der Plattendruckversuch liefert vor Ort die Verformungseigenschaften, die für die Setzungsberechnung nach EC 7-1 unverzichtbar sind. Wir kombinieren die Feldaufschlüsse mit einem akkreditierten bodenmechanischen Labor, sodass jede Kenngröße reproduzierbar und gerichtsfest dokumentiert ist.

In Mülheims Ruhrtal folgen auf wenige Meter sandigen Kies oft weiche Auelehmbänke – wer das im Baugrundgutachten nicht abbildet, trägt unkalkulierbare Setzungsrisiken in die statische Berechnung.
Geotechnik in Mulheim
Technische Referenz — Mulheim

Unsere Leistungsbereiche

Lokale Geologie

Das Kernstück der Feldarbeit in Mülheim ist die schwere Rammsonde DPH nach DIN EN ISO 22476-2, ergänzt durch Kleinbohrungen RKS 60/40 mm nach DIN EN ISO 22475-1. Die DPH erlaubt es, in den engen Hinterhofgrundstücken der Mülheimer Innenstadt Profile bis 8 m Tiefe zu sonderieren, ohne dass schweres Gerät die Zufahrt blockiert. Parallel dazu setzen wir den dynamischen Plattendruckversuch mit dem leichten Fallgewichtsgerät ein – ideal für die verdichtungstechnische Abnahme von Baugrubensohlen auf den steifen Lösslehmen in Heißen. Die entnommenen Proben gehen in ein Labor, das nach DIN EN ISO/IEC 17025 überwacht wird und Parameter wie Wichte, Kohäsion und Reibungswinkel unter dränierten und undränierten Bedingungen bestimmt. Gerade die Verwitterungsböden über dem flözleeren Oberkarbon reagieren empfindlich auf Wassergehaltsänderungen; da lohnt sich die Bestimmung der Atterberg-Grenzen nach DIN 18122, weil sie die Plastizität und damit das Schrumpf- und Quellpotenzial des Materials beziffert.

Referenznormen

DIN 4020: Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, DIN EN 1997-1:2014 (Eurocode 7): Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik, DIN 1054:2021: Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau, DIN EN ISO 22475-1: Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Probenentnahmeverfahren, DIN 18196: Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke

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Warum uns wählen

In Mülheim sehen wir immer wieder, dass Bauherren die kleinräumig wechselnden Baugrundverhältnisse unterschätzen – insbesondere in den Hanglagen von Speldorf und Saarn, wo umgelagerter Lösslehm auf verwittertem Karbon aufliegt. Ein Hangwasserzutritt nach Starkregen genügt, um die Kohäsion dieser Partie so weit abzubauen, dass eine zuvor standsichere Böschung während der Bauphase abrutscht. Ein weiterer kritischer Punkt sind die alten Tagesöffnungen und Schächte des Steinkohlenbergbaus unter Teilen von Dümpten und Heißen. Ohne eine bodenmechanische Untersuchung, die auch die Tagesbruchgefährdung thematisiert, bleibt das Restrisiko unkalkulierbar. Dazu kommt: Die Ruhr begrenzt Mülheim im Süden auf über 14 Kilometern Länge, und die Uferbereiche sind hochwassergeprägt – dort muss jede Gründung die Auftriebssicherheit und die Erosionsstabilität nachweisen, was über die reine Tragfähigkeitsbetrachtung weit hinausgeht.

Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
SondierverfahrenDPH 50 mm, RKS 60/40 mm, leichte Rammsonde DPL-5
Aufschlusstiefe üblich4 – 12 m unter GOK, bei Tiefgründungen > 15 m
Labornorm (Klassifikation)DIN EN ISO 17892-1 bis -12, DIN 18121-18137
BemessungsnormEurocode 7 (DIN EN 1997-1:2014), DIN 1054:2021
ProbenartGestört (GP) und ungestört (UP) in Ausstechzylindern
Bestimmte Kennwerteφ', c', cu, Es, γ, wL, wP, kf, Verdichtungsgrad DPr
BerichtsformatGeotechnischer Bericht nach DIN 4020, Kategorie GK 2 oder GK 3

Häufige Fragen

Welche bodenmechanischen Untersuchungen sind in Mülheim für einen Bauantrag zwingend erforderlich?

Die Bauaufsichtsbehörde in Mülheim verlangt einen Geotechnischen Bericht nach DIN 4020, sobald das Bauvorhaben nicht als völlig untergeordnet eingestuft wird. Mindestumfang sind direkte Aufschlüsse (Rammkernsondierung oder Kleinbohrung) in Kombination mit schweren Rammsondierungen, ergänzt durch Laborversuche zur Klassifikation und Zustandsbewertung. Ab einer Gebäudelast von etwa 150 kN/m Streifenfundament empfehlen wir, zusätzlich die Scherfestigkeit im Triaxial- oder Rahmenscherversuch zu bestimmen.

Mit welchen Kosten muss ich für ein Baugrundgutachten in Mülheim rechnen?

Für ein typisches Einfamilienhausgrundstück in Mülheim liegt der Auftragswert einer bodenmechanischen Untersuchung üblicherweise zwischen 2.530 € und 4.500 €, abhängig von der Anzahl der Aufschlusspunkte, der erforderlichen Tiefe und dem Laborumfang. Hanglagen oder Verdacht auf Bergbauhohlräume können zusätzliche Sondierungen und historische Recherchen erfordern, die den Aufwand erhöhen.

Wie lange dauert es, bis das Baugrundgutachten nach der Felduntersuchung vorliegt?

Die Feldarbeiten in Mülheim sind meist an einem Tag abgeschlossen, sofern es sich um ein Wohnhausgrundstück handelt. Die Laborversuche benötigen wegen der vorgeschriebenen Trocknungs- und Sättigungsphasen etwa fünf bis acht Werktage. Der schriftliche Geotechnische Bericht liegt in der Regel zwölf bis fünfzehn Werktage nach dem Aufschlusstermin vor. Eilaufträge mit vorab per E-Mail übermittelter Gründungsempfehlung sind nach Absprache möglich.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Mulheim und Umgebung.

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