Die DIN 4020 verlangt für jedes Bauvorhaben eine ausreichende Baugrunderkundung, und in Mülheim an der Ruhr bekommt diese Forderung ein ganz eigenes Gewicht. Die Stadt erstreckt sich über mehrere geologische Einheiten – von den quartären Niederterrassen der Ruhr über die Löss- und Lösslehmdecken der Mittelterrassen bis zu den verwitterten Karbon- und Kreideschichten im höher gelegenen Stadtgebiet. Wer in Saarn auf eine tragfähige Schicht gründen will, hat andere Bedingungen als jemand, der in Dümpten mit aufgefüllten Altbergbauflächen umgehen muss. Eine Korngrößenanalyse deckt auf, ob der anstehende Boden zur inneren Erosion neigt, und der Plattendruckversuch liefert vor Ort die Verformungseigenschaften, die für die Setzungsberechnung nach EC 7-1 unverzichtbar sind. Wir kombinieren die Feldaufschlüsse mit einem akkreditierten bodenmechanischen Labor, sodass jede Kenngröße reproduzierbar und gerichtsfest dokumentiert ist.
In Mülheims Ruhrtal folgen auf wenige Meter sandigen Kies oft weiche Auelehmbänke – wer das im Baugrundgutachten nicht abbildet, trägt unkalkulierbare Setzungsrisiken in die statische Berechnung.










