Letzte Woche standen wir auf einem Logistikareal im Mülheimer Hafen. Der Bauherr plante Betonfahrbahnen für 40-Tonner, aber der Untergrund zeigte alte Auffüllungen aus der Industriezeit. Ein simpler Standardaufbau hätte hier in fünf Jahren Risse bedeutet. Genau darum geht es bei der Bemessung starrer Fahrbahnen: die lokalen Bedingungen schon in der Planungsphase einzubeziehen. Wir kombinieren geotechnische Erkundung mit dimensionierten Plattenstärken, damit die Fahrbahn auch unter dynamischer Last funktioniert. In Mülheim spielen Faktoren wie die heterogenen quartären Ablagerungen über dem Ruhrsandstein eine Rolle, die man kennen muss. Für die Baugrunderkundung setzen wir je nach Fragestellung die Schürfgrube ein oder greifen auf den Plattendruckversuch zurück, um das Verformungsmodul direkt auf Planumshöhe zu prüfen.
Eine starre Fahrbahn ist nur so gut wie ihr Untergrund. In Mülheim entscheidet die Bettungsmodul-Ermittlung über die Lebensdauer der Betonplatte.



