Eine Pumpe mit konstantem Druck, ein Messzylinder und ein auf 5 cm genau abgeteuftes Bohrloch – das ist das Herzstück eines jeden Felddurchlässigkeitsversuchs. In den quartären Kiesen und Sanden der Ruhrterrassen, auf denen ein großer Teil von Mülheim liegt, liefert dieser Aufbau oft den entscheidenden kf-Wert, den Laborproben allein nicht realitätsnah abbilden können. Der Lefranc-Test eignet sich für Lockergesteine und offene Bohrlochabschnitte oberhalb des Grundwassers, während der Lugeon-Test in geklüftetem Karbonfels unter Druck injiziert. Beide Varianten werden vom messtechnischen Team mit kalibrierten elektronischen Drucksensoren und Datenschreibern aufgezeichnet, sodass die Auswertung nach DIN 18130 lückenlos dokumentiert ist. Gerade in Mülheim, wo alte Zechengelände und Ruhrauen auf engem Raum wechseln, entscheidet ein belastbarer Durchlässigkeitsbeiwert über die Machbarkeit von Versickerungsanlagen und die Dimensionierung von Wasserhaltungen.
Ein kf-Wert aus einer gestörten Laborprobe kann um den Faktor 5 bis 50 vom realen Feldwert abweichen – der Lefranc-Test misst direkt im ungestörten Kornverband.



