Die quartären Lockergesteine der Ruhrterrassen prägen den Baugrund in Mülheim. In Flussnähe, besonders im Ruhrtal, trifft man auf eng verzahnte Wechsellagerungen aus sandigen Kiesen und schluffigen Auelehmen, deren Tragfähigkeit auf kurze Distanz stark schwanken kann. Der Grundwasserflurabstand liegt in diesen Bereichen oft unter drei Metern. Für die Gründung von Mehrfamilienhäusern in Saarn oder Gewerbebauten in Heißen reichen einfache Rammsondierungen selten aus. Wir kombinieren die SPT-Bohrung daher mit einer vorgeschalteten Korngrößenanalyse, um die Verdichtbarkeit der anstehenden Sande zu bewerten, und ziehen bei Bedarf einen CPT-Versuch hinzu, wenn ein lückenloses Profil des Schichtaufbaus gefordert wird. So entsteht ein belastbares Kennwertgerüst, das auch die hydraulischen Randbedingungen korrekt abbildet.
Der N60-Wert liefert in Mülheims heterogenen Ruhrterrassen ein direktes Maß für die Lagerungsdichte – entscheidend für die Wahl zwischen Flachgründung und Pfahllösung.



